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Ist Wiesenhof besser als die Vergewaltiger selbst?

Es ist eine Schande, dass wir Feminist*innen niemals so ein kurzes Werbevideo hinkriegen würden wie die Wurstwerbung von Wiesenhof mit Atze Schröder, das die Beziehung zwischen der Vergewaltigungskultur, dem Patriarchat und Fleischkonsum so knapp und klar zusammenfasst. Dass die feministische Literatur nicht genauso einfach und verständlich ist wie die antifeministische, ist eine Hürde, die wir dringend überwinden müssen. Die erste Frage, die man sich hier stellt ist wahrscheinlich warum Wiesenhof Vergewaltigung lustig findet, sodass in einem angeblich humorvollen Werbevideo darauf angespielt wird: Die Wurst ist so groß, dass Gina-Lisa Lohfink, die überlebende einer Vergewaltigung, nach dem Konsum dieser langen Wurst in die Traumatherapie gehen müsste. Was Wiesenhof für ein Unternehmen ist, wissen wir. Das Material, das von PETA veröffentlicht wurde, kennen wir. Wiesenhof tut mit den Vögeln, die er züchtet und schlachtet, alles, was er für richtig hält. Wiesenhof verkrüppelt Enten, zerschreddert Küken und ihre Mitarbeiter treten die Vögel durch die Gegend, die in ihren Lagern gehalten werden. Wiesenhof verkauft Gewalt. Wiesenhof ist nichts besseres als die Männer, die Gina-Lisa Lohfink vergewaltigt haben. Darum findet …