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Bombenanschlag in Ankara

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Im Zentrum der türkischen Hauptstadt Ankara versammelten sich am 10. Oktober Tausende in der Nähe von dem Hauptbahnhof aus verschiedenen Nichtregierungsorganisationen für eine Demonstration, um die türkische Regierung und die Kurdische Arbeiterpartei (PKK) aufzufordern, ihren Krieg zu beenden. Als sie um 10 Uhr den Marsch zum Demonstrationsort starteten, explodierten zwei Bomben. Die Ärztekammer berichtete von 97 Toten und 400 Verletzten. Die Täter sind noch nicht bekannt, aber die Sicherheitskräfte vermuten, dass es sich um zwei Selbstmordattentätern handeln muss.

In einer Pressemitteilung nach dem Anschlag kündigte der Innenminister Selami Altinok an, dass die Sicherheitskräfte alle erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen getroffen haben, und dass es keine Sicherheitslücken gab. Der Tatort liegt im Umkreis von zwei Kilometern hoch gesicherter Gebäuden wie Gerichtsamt, Polizeiamt und dem Informationsdienst. Der oberste Rundfunk- und Fernsehrat verbot die Berichterstattung über die Explosion.

Augenzeugen berichten, dass die Polizei nach der Explosion Verletzte mit Tränengas angriff und in die Luft schoss. Die türkische Zeitung Evrensel teilte ein Video auf ihrem offiziellen YouTube Konto von einem Zusammenstoß zwischen Demonstranten und Polizisten. Der Grund sei die Blockierung der Krankenwagen von der Polizei.

Der Ko-Vorsitzende der demokratischen Partei der Völker (HDP) Selahattin Demirtas macht die AKP-Regierung für den Angriff verantwortlich.

Kurz nach dem Angriff verkündete der Premierminister Ahmet Davutoglu, dass der Selbstmordattentäter Abdurrahman Alagöz in Haft genommen wurde, der für den Bombenanschlag in Suruc am 20. Juli verantwortlich gemacht worden war. 33 Menschen kamen durch den Angriff ums Leben, Acikgöz war der 34., weil Selbstmordattentat. Die Aussage warf fragen auf.

Dieser Beitrag wurde am 10.10.2015 bei Freitag veröffentlicht.

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Welcome to my blog! Here you will find some inputs of politics of Turkey, women in media and animal and women’s rights. The name is Sibel Schick and I was born on a wednesday on the hot southwest coast of Turkey as the only child of an arranged marriage. I left my home city 2009 due to the twofold discrimination I experienced as a kurdish woman. Currently I live in Cologne, Germany with my roommates and three cats. I spend most of my time at the TH Köln where I study Online-Redaktion and writing articles for various media. Besides I am keeping busy with the proactive platform erktolia.org which I co-founded, the turkish version of the international anti-sexist community macholand.org. I make and cherish music in my spare time and enjoy comedies.

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